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Samstag, den 23. Januar 2016 um 00:16 Uhr - Geschrieben von: Jusos Rhein-Sieg

Kreistag soll sich mit LSBTTI-Jugendarbeit beschäftigen


Jusos und SPD bleiben am Thema dran

Nachdem die SPD-Kreistagsfraktion und die Jusos Rhein-Sieg im Oktober zu einer Podiumsdiskussion über Angebote für schwule, lesbische, bi-, trans- und intersexuelle, kurz auch "queere", Jugendliche eingeladen hatten, soll das Thema nun auch auf die Tagesordnung des Kreistages. In einem Antrag fordern die Sozialdemokraten, dass sich der Jugendhilfeausschuss mit einem möglichen neuen Angebot für diese Jugendlichen beschäftigen soll.


"Unsere Podiumsdiskussion hat ergeben, dass entsprechende Angebote der LSBTTI-Jugendarbeit im Rhein-Sieg-Kreis bisher völlig fehlen. Da es nicht zielführend ist, in 19 Kommunen parallel Projekte zu starten, sollte der Rhein-Sieg-Kreis hier aktiv werden. In einem ersten Schritt möchten wir nun wissen, wie das Kreisjugendamt das Thema in seiner Arbeit berücksichtigt und welche Möglichkeiten es darüber hinaus gibt. Deshalb wollen wir die NRW-Fachberatungsstelle 'gerne anders' in den Jugendhilfeausschuss einladen", erklären der Fraktionsvorsitzende Dietmar Tendler und Fraktionsgeschäftsführer Folke große Deters.


Der Juso-Kreisvorsitzende Mario Dahm ergänzt: "Es kann nicht sein, dass wir die Jugendlichen mit ihren Fragen, Problemen und Anliegen einfach in die nächste Großstadt weiterleiten. Ein spezielles Freizeit- und Beratungsangebot muss es auch im Rhein-Sieg-Kreis geben. Auf diese Weise kann nicht nur Unterstützung für Jugendliche, Eltern, Freunde und Lehrer geboten, sondern auch ein klares Zeichen für den einzelnen Jugendlichen gesetzt werden: ,Es ist absolut gut, so wie es ist.' Außerdem sollte die LSBTTI-Jugendarbeit auch in den kommunalen Jugendämtern stärker verankert werden. So hat das Hennefer Jugendamt auf Anregung der SPD-Fraktion schon zugesagt, dies im neuen Jugendförderplan erstmals explizit zu berücksichtigen."

 
Sonntag, den 06. Dezember 2015 um 20:05 Uhr - Geschrieben von: Jusos Rhein-Sieg

Kein Parteien-Bashing auf dem Rücken von Trans*menschen!


Unser Leserbrief an den General-Anzeiger


Am 4.12. erschien auf der Titelseite des General-Anzeigers der Artikel "Ein Herz für Minderheiten", der sich mit dem Einsatz der Jusos in der SPD für die Belange und Rechte von Trans*menschen auseinandersetzte. Die Aussagen über den Stellenwert der Rechte eben jener Menschen bewegen uns dazu, mit diesem Leserbrief zu antworten. Es zeugt von einem fragwürdigen Menschenbild, dass hinter dem verspotteten Einsatz der Jusos für die Rechte von Trans*menschen lediglich ein fehlgeleitetes politisches Kalkül ausgemacht wird. Die Interessen dieser Menschen werden der Lächerlichkeit preisgegeben, wenn Herr Pfundt abfällig von jenen Menschen spricht, die "weder Männlein noch Weiblein" sein wollen, so als handle es sich dabei um eine Karnevalskostümierung. Die Diskussion mag für viele abstrakt sein, weil man sich nicht vorstellen kann, wie das ist, transsexuell oder Transgender zu sein oder sich im falschen Körper zu fühlen. Wenn es dann heißt, dass das doch nur 20.000 bis 80.000 Menschen in Deutschland betreffe, deren Anliegen in die Nähe von Belanglosigkeiten gerückt werden, und das doch gar kein ausreichendes Wählerpotential für die SPD sei, ist das nichts anderes als menschenverachtend.

Hier schlägt man nicht auf den SPD-Nachwuchs ein, sondern auf Menschen, die in ihrem Alltag schon genug Diskriminierung erleben müssen. Das kann man sich als klassisch heterosexueller, weißer, männlicher Politikredakteur offenbar nicht vorstellen. Wir aber stehen für das Recht auf freie Selbstentfaltung des Einzelnen unabhängig von gesellschaftlichen Zwängen. Nimmt es der "Mehrheit" etwas weg, wenn man auch "Minderheiten" Gehör schenkt? Nein!

 
Samstag, den 05. Dezember 2015 um 12:03 Uhr - Geschrieben von: Jusos Rhein-Sieg

Jusos kritisieren Vorstoß der JU Niederkassel für eine "Flüchtlingsobergrenze"


Mario DahmScharf kritisieren die Jusos Rhein-Sieg die Junge Union Niederkassel für ihre Einlassungen zur Asylpolitik. Der CDU-Nachwuchs hatte sich für eine Obergrenze bei der Aufnahme von Kriegsflüchtlingen und das Aussetzen des Familiennachzugs ausgesprochen.

"Wir brauchen höchstens eine Obergrenze für schlechte Ideen", entgegnet der Juso-Kreisvorsitzende Mario Dahm, "Wenn Menschen fliehen müssen, weil ihr Leben bedroht ist, dann muss man in Deutschland auch schon mal mit der ein oder anderen Einschränkung leben, weil helfen einfach vorgeht. Eine Obergrenze ist weder durchsetzbar noch menschlich akzeptabel. Menschlichkeit und Verantwortung endet nicht an Grenzen. Dass eine Partei, die sich auf das Christentum beruft, pünktlich zu Weihnachten den Familiennachzug aussetzten will, ist verwunderlich. Da singen die JU-Mitglieder fröhlich: Ihr Kinderlein, bleibet daheim."

Dass es nun Einschränkungen etwa bei der Turnhallennutzung für manche gebe, liege nicht an den Flüchtenden, sondern daran, dass man auf allen Ebenen viel zu spät reagiert habe. Mehr Wohnraum müsse nun vorrangig und schnell sowohl für Flüchtlinge als auch für Deutsche mit niedrigem Einkommen geschaffen werden, so die SPD-Jugendorganisation. Die von der JU kritisierten Abläufe bei der Aufnahme haben sich schon vielfach verbessert und werden auch noch effizienter und strukturierter werden, ohne dass man hilfsbedürftige Menschen an der Grenze abweist. Die Jusos bezweifeln außerdem, dass die Junge Union, wie es die Pressemitteilung suggeriert, für die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer sprechen kann. "So viele Menschen im Rhein-Sieg-Kreis packen mit an und wollen helfen. Dafür sind wir Jusos unglaublich dankbar. Was diese Leute aber wirklich nicht brauchen, sind Politiker, die ständig versuchen, irgendwelche Belastungsgrenzen zu definieren. Es ist erstaunlich, wie wenig die Junge Union unserem Land zutraut", so Dahm weiter.
 
Sonntag, den 15. November 2015 um 18:49 Uhr - Geschrieben von: Jusos Rhein-Sieg

Fakten gegen Hetze: Juso-Seminar 2015




Politische Bildung ist ein zentraler Auftrag der politischen Jugendorganisationen im Rhein-Sieg-Kreis. Die Jusos laden deshalb neben vielen anderen Aktionen einmal jährlich zu einem Wochenendseminar ein, das in diesem Jahr im Schützenhof in Eitorf stattfand. Gemeinsam befassten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit den historischen Grundlagen der Sozialdemokratie und der aktuellen Flüchtlings- und Asylpolitik. "Gerade beim Thema Flüchtlinge werden unglaublich viele falsche Dinge behauptet und Gerüchte als Tatsachen hingestellt. Deshalb war es uns wichtig, einmal einen genauen Einblick in das Asylverfahren in Deutschland zu bekommen. Fakten helfen gegen Unwissenheit und auch gezielte rassistische Hetze schließlich am besten", so der Juso-Kreisvorsitzende Mario Dahm.

 
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